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GnuCash bietet von Hause aus eine große Anzahl an unterschiedlichen Schnittstellen, um (Buchhaltungs-)Daten per Datei einzulesen oder zur Weiterverarbeitung mit anderen Anwendungen zur Verfügung zu stellen.

Import

Dieser Abschnitt gibt einen kurzen Überblick über die Assistenten zum Import von Daten und Informationen, die in dem Menu 'Datei -> Importieren...' zu finden sind. Auf die Funktionsweise der Assistenten wird hier nicht weiter eingegangen, weil die Dialoge selbsterklärend sind.

GnuCash kann Buchhaltungsdaten aus anderen Programmen importieren, wenn die Daten in den Formaten QIF oder OFX/QFX vorliegen. Weiterhin bestehen noch die Möglichkeiten die Formate MT940 bzw. MT942 und sogar das veraltete DTAUS-Format zu importieren.

Mit Hilfe der universellen CSV-Datei besteht zusätzlich die Möglichkeit

  • Kunden und Lieferanten
  • Rechnungen und Buchungen
  • Kontenhierarchien
  • Kurse von Wertpapieren

zu importieren.

Export

Werden die Buchhaltungs- oder Geschäftsdaten noch zur weiteren Verwendung benötigt, so stellt GnuCash unterschiedliche Exportmechanismen zur Verfügung.

CSV Datei

In dem Menüpunkt 'Datei -> Exportieren...' stehen diverse Assistenten zur Verfügung, um die Daten von

  • Buchungen
  • Kontenhierarchie
  • aktives Kontobuch
  • Konten

auszulagern.

Berichte speichern

Als guter Ausgangspunkt für die Erstellung einfacher Exporte können die GnuCash-Berichte genutzt werden. Nachdem der Bericht den persönlichen Anforderungen entsprechend angepasst und die Berichtskonfiguration gesichert wurde kann der Bericht als HTML gespeichert werden. Diese HTML-Datei kann z.B. mit einem Tabellenkalkulationsprogramm weiterverarbeitet werden.

Daten weiterverarbeiten

In dem Ordner [contrib] des GnuCash-Projekts auf GitHub sind einige Hilfsmittel, die das Exportieren und Aufbereiten der GnuCash- Daten erleichtern, abgelegt. Z.B. ist hier zum Aufbereiten des Exports von GnuCash nach OpenOffice/Excel eine weiterentwickelte Version des ursprünglich von Knut Gerwens entwickelten gnuc2ooo.oxt als gnuc2ooo.py enthalten. Dieses Python-Skript liest die Ausgabedaten von GnuCash und importiert sie in die eingebettete Datenbank von OpenOffice.org, so dass diese anschließend z.B. in OOo-Calc weiterverarbeitet werden können.

Backup, noch zu überarbeiten

  1. In anderen Ländern kommt es darauf an, in welchen Formaten die Bank Daten bereitstellt und eventuell auch entgegennimmt:
    • Ein weltweit offizieller Standard sind die von der SWIFT genormten Message Type Formate MTxxx.[1] Diesen gibt es inzwischen in 2 Varianten:
    1. traditionell, zeilenorientiert und
    2. von der ISO genormt als XML-Datei. Dabei gibt es verschiedene MX-Typen. Die wichtigsten:
      1. CAMT: CAsh ManagemenT: Kontostand-, Umsatzabfrage, …
      2. PAIN: PAyment INitialisation: Überweisungs-, Abbuchungsaufträge, …
      Komplette Übersicht: ISO 20022 MX.
    • In Amerika werden das vom Konsortium Open Financial Exchange (OFX) entwickelte Formaten OFX, sowie Intuits ("Quicken") proprietäre Variante QFX bevorzugt.
    • Deutsche Banken nahmen seit schon lange vor der Verbreitung des Internets 1976 Aufträge im DTAUS-Format entgegen. Geschäftskunden gaben Magnetbänder, später auch Disketten ab — "Garagen-Clearing" — oder schickten sie per Post, später auch als Email+Fax ein. Schließlich wurde auch eine Übertragung durch AqBanking möglich. Seit Anfang 2016 wird es wegen der Umstellung auf SEPA nicht mehr offiziell unterstützt.[1] Den Geschäftskunden wurde die Verwendung von EBICS (s.o.) nahe gelegt.
  2. Vor allem zum Austausch mit anderen Finanz-Programmen ist daneben noch der recht vielseitige Klassiker von Intuit QIF recht verbreitet.
  3. Als primitivste und zugleich universellste Form existiert noch der Austausch via CSV. Dies erlaubt auch den Austausch der Stammdaten von Kunden und Lieferanten.

Tools von Dritten

Viele Anwender von GnuCash haben in der Vergangenheit einige Tools erarbeitet und in den Mailing-Listen der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt.

Einge der Tools sind mittlerweile obsolet geworden, da GnuCash auch in dem Bereich von Datenim- und export weiterentwickelt wurde.

In diesem Kapitel werden die Tools lediglich aufgeführt. Die Entwickler von GnuCash und auch die Autoren dieses Wiki geben keinen Support und übernehmen keine Gewährleistung auf korrekte Funktionsweise dieser Hilfsmittel!

CSV nach QIF umwandeln

Comma separated values - durch Komata (oder Semikola) getrennte Werte - sind das allgemeinste Datenaustauschformat und werden auf vielen Webseiten zum Herunterladen der Umsatzdaten angeboten. Um sie nun in GnuCash zu importieren, kann man sie mit einer der beiden folgenden Methoden in das für Finanzdaten recht verbreitete QIF-Format umwandeln.

mittels Python-Skript

Die Email von Nils Andresen enthält csv2qif.py, einen csv-nach-qif-Konverter, den man verwenden kann, wenn Python auf dem verwendeten Computer installiert ist.

in der Tabellenkalkulation

Tabellenkalkulationsprogramme wie MS Excel oder OpenOffice/ LibreOffice Calc können von Haus aus CSV-Dateien importieren. Mithilfe des Makros XL2QIF, respective CALC2QIF kann man dann daraus QIF-Dateien erstellen.

QIF Import

Falls beim Importieren von QIF-Dateien (z.B. aus Quicken, Wiso Mein Geld) Probleme auftreten, könnte vielleicht das Programm QIF-Cleaner (nur für Windows) helfen, die QIF-Datei vor dem Import noch ein bisschen an die QIF-Spezifikationen anzupassen. (Hat das jemand mal ausprobiert? ... die Seite ist leider mit einem Passwort geschützt)

Einfacher geht die Erstellung von QIF aus Excel oder OpenOffice Calc mit dem Tool Calc2Qif. Es ist als Makro ausgeführt, dass nach der Makroinstallation und Programmneustart verfügbar ist. Aus einer geöffneten Datei heraus kann dann für die markierten Bereiche spaltenweise angegeben werden, welche Daten enthalten sind und dies wird dann in ein QIF überführt.

Zum Import von OpenOffice/Excel hilft Calc2QIF unter http://xl2qif.chez-alice.fr/calc2qif_en.php - das OpenOffice Makro exportiert die im Calc markierten Daten in das QIF Format. Dieses wiederum kann einfach in GnuCash importiert werden. So kann beispielsweise die in CSV vorliegenden Kreditkartenabrechnungen eingeladen werden.

OFX Import

Um Umsätze in GnuCash zu importieren bietet sich das Format OFX für alle die an, die nicht HBCI nutzen. Im Gegensatz zum QIF Import kann GnuCash hier erkennen, welche Umsätze es schon importiert hat und welche nicht. OFX Import wird z.B. von der 1822direkt im HTML-Banking unterstützt. Ein Demo-Login ist unter https://banking.1822direkt.com möglich.

XML Export

Wem die integrierten Exportfunktionen nicht ausreichen, der kann die XML Datei weiterverarbeiten. Ein XSLT-Stylesheet für den Export nach Gnumeric gibt es hier: Gnucash To Gnumeric

Wer dafür eine Java-Bibliothek zum Lesen und Schreiben von GnuCash-Dateien (mit swing-widgets, taglib,... für eigene komplette Programme) braucht, kann mal auf jGnucashLib schauen (benutzt z.B. für den Rechnungs-Export nach einer Openoffice-Vorlage, automatische Rechnungs-Erzeugung in die GnuCash-datei aus der eigenen Stunden-Erfassung, Buchungsimport aus CSV-Dateien der nicht-HBCI-Bank,... )

Gnucash-Datei in CSV umwandeln

Mit einer XSLT-Transformation kann man aus den XML-Dateien von GnuCash auch CSV erzeugen. Wie das geht, beschreibt Jason unter: GnuCash export to gnumeric and CSV

Siehe auch: De/export_to_excel_xls_transform

GnuCash-Datei in QIF umwandeln

Unter http://gnucashtoqif.sourceforge.net/ findet sich ein Java Programm, mit dem GnuCash XML-Dateien in QIF umgewandelt können.

Auf der Mailing-Liste hat Timo Ollech ein Python-Script für den Export der Kundenliste veröffentlicht. Durch Ersetzen von "gnc:GncCustomer" in Zeile 36 durch "gnc:GncVendor" sollte es auch möglich sein, die Lieferantenliste zu exportieren oder mit "gnc:GncEmployee" die Mitarbeiter-Liste. Eventuell ist aber noch die Feldliste anzupassen. Um Erfahrungsberichte wird gebeten.

Notes

  1. 1.0 1.1 durch Aqbanking bereitgestellt

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